Belastungsprüfung (Fortbildung):

Jährliche Belastungsprüfung (Fortbildungs-Übung unter einsatzmäßigen Bedingungen) :

Für die große Menge von Ausbildungsinhalten sind die 25 Stunden des Lehrganges relativ knapp bemessen. Dies ist vergleichbar mit einem Führerscheinneuling. Während der Ausbildung können nur die Grundlagen vermittelt werden. Erst durch die Praxis (durch mehrere Atemschutzübungen innerhalb der eigenen Feuerwehr, bei der mindestens jährlichen Belastungsprüfung an einer Atemschutz-Übungsanlage und einigen Einsätzen) wird dies zur sicher beherrschten Routine.

Die Teilnahme an der Belastungsprüfung und an den Fortbildungsübungen ist deshalb äußerst wichtig.

Voraussetzung für eine Teilnahme ist ein abgeschlossener Ausbildungslehrgang zum Atemschutzgeräteträger, kein starker Haarwuchs im Bereich des Maskendichtrahmens, sowie eine gültige arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung nach G26 oder G31. Diese Untersuchung darf wegen der besonderen Sachkunde nur von den besonders ermächtigten Ärzte durch den Träger der Unfallversicherung, die Württembergische Gemeindeunfallversicherung, erfolgen.

Auf dem Anmeldeformular: für die Belastungsprüfung, das dem Ausbildungsleiter zuzustellen ist, bestätigt der anmeldende Kommandant diese Voraussetzungen durch seine Unterschrift.

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Terminwünsche bezüglich gerader oder ungerader Kalenderwochen wegen der Schichtarbeiter, wird nach Möglichkeit entsprochen, bzw. auf mehrere Termine aufgeteilt.

Im Detail:
Es wird ein möglichst praxisnaher Übungsablauf unter einsatzmäßigen Bedingungen durchgeführt, indem die wichtigsten Einsatzgrundsätze sowie Neuerungen dem Übenden vermittelt werden. Eine aktive Teilnahme ist sinnvoll, da sie der eigenen Sicherheit jedes Teilnehmers dient.

Die Teilnehmer bringen ihre eigenen gewohnten Atemschutzgeräte mit um damit Erfahrung zu sammeln und das Vertrauen in ihre Geräte zu festigen. Nach der Übung werden die Atemluftflaschen wieder gefüllt. Atemanschluss und Lungenautomat sind nach jedem Gebrauch in die Zentrale-Atemschutz-Werkstatt zu bringen. Dort werden sie gereinigt, desinfiziert und geprüft!

Die fällige Überprüfung bzw. Wartung ist Sache der jeweiligen Feuerwehr.

Anmeldeformular Downlaod

Schwerpunkte der Fortbildung in der Jahresübung:

Während der Vorbereitung zum Einsatz muss der Teilnehmer eventuelle Mängel am Gerät erkennen und soweit möglich, beheben. Durch die korrekt durchgeführte Einsatzkurzprüfung muss die Einsatzfähigkeit des Gerätes festgestellt werden. Die komplette Schutzkleidung und Ausrüstung muss wirksam angelegt sein. Die Teilnehmer werden auf, je nach Einsatzart, zusätzlich mitzuführende Ausrüstungsgegenstände hingewiesen. Ihnen wird ihre Aufgaben zur richtigen Durchführung der zusätzlichen Atemschutzüberwachung laufend erläutert.

Im Arbeitsraum erfolgt zunächst eine körperliche Belastung an den Arbeitsgeräten (Laufband, Armergometer, Endlosleiter, Fahrradergometer und Schlaghammer), welche die Belastung eines erschwerten Zuganges zum Einsatzort simuliert. Danach muss der Truppführer die Atemluftreserve für einen sicheren Rückweg berechnen. Er muss auch die Möglichkeiten zur Rückwegsicherung aufzeigen, sowie seine speziellen Aufgaben während des Einsatzes beschreiben und während der Übung umsetzen. Besonderer Wert wird auf eine optimale Einsatzvorbereitung (funktionsfähiger Löschaufbau), das richtige Öffnen einer Tür zu einem geschlossenem, brennendem Raum im Hinblick auf einen Flashover (Stichflamme und schlagartige Brandausbreitung) mit den vorbeugenden Maßnahmen gelegt, sowie das richtige Vorgehen, absuchen von Räumen und Erkennen der Gefahren der Einsatzstelle. Der Übungsraum ist vollkommen verdunkelt und vernebelt. Zusätzliche Stressfaktoren (Lärm, Lichteffekte, Hitze, Gefahrstoffattrappen, Signale etc.) werden eingefügt. Im Anschluss können zusätzlich in der Industrieanlagennachbildung handwerkliche Tätigkeiten mit in den Übungsablauf eingeflochten werden.Die Belastungen eines eventuell verlegten Rückweges werden durch nochmalige Tätigkeit an den Arbeitsgeräten simuliert. Ein eventuelles Fehlverhalten wird sofort besprochen.Zuletzt werden die Teilnehmer auf ihre Pflichten nach dem Einsatz (nur gemeinsam zurückgehen, zurückmelden beim Gruppenführer/Atemschutzüberwachung, Geräte wieder einsatzbereit machen, Erholungspause vor wiederholtem Einsatz) hingewiesen.

Informationen für Teilnehmer der AS-Fortbildung:

 

Die Anfangszeit wird mit Ihrem Atemschutzbeauftragten oder Kommandanten abgesprochen.

    • Bitte pünktlich erscheinen da sonst nachfolgende Kameraden warten müssen!

Ort: Rettungszentrum Rottenburg, Sülchenstraße 24; Untergeschoß, Atemschutzübungsanlage.
Parken: Nur auf dem Parkplatz der Firma Elsässer, Ecke Winghoferstraße / Sofienstraße.
Teilnehmer deren Sehschärfe schlechter als 0,7 ist, müssen eine Maskenbrille haben !!
Ein Bartansatz im Bereich der Maskendichtung ist nicht zulässig !
Einsatzkleidung: Feuerwehrsicherheitsstiefel, Dienstanzug mit Jacke 90, Helm, Feuerwehrsicherheitsgurt, Atemschutzmaske, Flammschutzhaube.
Mitzubringen sind: min. 4 Atemschutzgeräte, 2 Handscheinwerfer.
Die Atemluftflaschen werden wieder gefüllt.
Atemanschluss und Lungenautomat sind nach jedem Gebrauch in die Zentrale-Atemschutz-Werkstatt zu bringen. Dort werden sie gereinigt, desinfiziert und geprüft!
Die fällige Überprüfung bzw. Wartung ist Sache der jeweiligen Feuerwehr.
Eine Duschgelegenheit ist vorhanden.
Im Pausenraum steht ein Getränkeautomat bereit.
Haben Sie noch eine Frage? Der Ausbildungsleiter hilft gerne weiter.