Großbrand in Asylbewerberunterkunft

Datum: 7. September 2015 
Alarmzeit: 2:02 Uhr 
Alarmierungsart: Schleife 18410 
Art: Brandeinsatz 
Fahrzeuge: 1/10, 1/19-1, 1/19-2, 1/23, 1/33, 1/44, 1/45, 1/74 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Bad Niedernau, Feuerwehr Kiebingen, Feuerwehr Lustnau, Feuerwehr Tübingen, Feuerwehr Wendelsheim, Feuerwehr Wurmlingen, Führungsgruppe Rottenburg 


Einsatzbericht:

Um 02.02 Uhr alarmierte uns die Integrierte Leitstelle zu einem Gebäudebrand f3 nach Rottenburg in das dortige Ayselbewerberheim. Um 02.07 Uhr übernahm der Zugführer vom Dienst den Einsatz und ließ wenig später Vollalarm für die Abteilung Stadtmitte geben, da mehrere Zimmer des Containergebäudes im Vollbrand standen. Verschiedene Trupps der drei Rottenburger Löschfahrzeuge suchten unter anderem im Innenangriff das Gebäude im Untergeschoss ab. Eine Personensuche im Obergeschoss des Gebäudes war aufgrund der Brandintensität nur noch zum Teil möglich.

Durch die immer weiter fortschreitende Brandausbreitung ließ der Einsatzleiter verschiedene Abteilungswehren (Kiebingen, Wurmlingen, Wendelsheim, Bad Niedernau), die Führungsgruppe Rottenburg, die Abteilung Tübingen Stadtmitte mit dem AB Atemschutz und einer weiteren Drehleiter, sowie die Feuerwehr Tübingen Lustnau mit dem AB Soziales nachalarmieren.

Da nahezu 50% des Containergebäudes im Vollbrand standen, wurden in Spitzenzeiten 6 Trupps unter Atemschutz mit 6 C-Rohren und einem Wendestrahlroh über die Drehleiter eingesetzt. Der massive Einsatz der Wehrmänner zeigte gegen 04.45Uhr Erfolg, so konnte der Leitstelle „Feuer aus, Nachlöscharbeiten“ gemeldet werden. Nachdem das Feuer aus war, wurde das Gebäude erneut nach Personen abgesucht. Hierzu kamen mehrere Steckleitern zum Einsatz welche außen angeleitert wurden, da die Böden in den Containern drohten nachzugeben. Die sehr aufwendigen Nachlöscharbeiten wo unter anderem eine Löschlanze, eine Multicut Säge oder auch ein Halligan Tool zum Einsatz kamen, wurden gegen 12.00 Uhr Nachmittags beendet.

Während des Rettungseinsatzes wurden 6 leicht verletzte Personen durch das DRK versorgt, wobei drei mit Fußverletzungen und drei mit Rauchgasvergiftungen versorgt werden mussten. Da die Flüchtlinge ihr letztes Hab und Gut, sowie ihr Dach verloren hatten, entschloss man sich die Asylanten mit Bussen vorrübergehend in die Rottenburger Festhalle zu bringen.

Neben der Polizei die sich mit 10 Streifenbesatzungen im Einsatz befanden, waren auch sämtliche Vertreter der Stadt Rottenburg und des Regierungspräsidiums, sowie der Kreisbrandmeister des Landkreises Tübingen und der Bezirksbrandmeister an der Einsatzstelle.

Bericht: Stefan Kabuth
Bilder: Wolfgang Frank