Schwerer Verkehrsunfall zwischen Rottenburg und Seebronn

Datum: 22. Juni 2014 
Alarmzeit: 17:45 Uhr 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: L361 
Fahrzeuge: 1/44, 1/50, 1/52 


Einsatzbericht:

Wie oft denn eigentlich noch !
Wieder ein Horrorcrash auf der stark befahrenen L361 zwischen Rottenburg und
Seebronn.
Am frühen Sonntag Abend, den 22. Juni 2014, gegen 17 Uhr 45 befuhr ein 20 Jährige Fahrer
eines Mini Cooper Cabrio die L361 von Seebronn herkommend in Richtung Rottenburg.
Aus bislang ungeklärter Ursache geriet das Fahrzeug in höhe Rottenburg
auf die Gegenfahrbahn, dabei kollidierte der PKW frontal in einen entgegenkommenden
Audi A6, der von einem 30 jährigen gelenkt wurde. Außer den Fahrern befanden sich jeweils
zwei zusätzliche Personen in den Fahrzeugen.
Alarm für die Feuerwehr Rottenburg- Mitte.
Alarmstichwort „Einsatz für den Rüstzug, Schwerer Verkehrsunfall auf der L361, Personen
eingeklemmt“
Das als erstes ausgerückte Führungsfahrzeug, MTW 1/19-1, fuhr über den Sülchen-Knoten
auf der L361 in Richtung Seebronn. Kurz vor der Abfahrt Richtung Wendelsheim standen
zwei völlig demolierte Fahrzeuge auf bzw. neben der Fahrbahn. Ein Mini-Cooper Cabrio mit
geöffnetem Verdeck sowie ein Audi mit Schweizer Kennzeichen.
Neben dem Mini-Cooper wurde eine, am Boden liegende Person, von Privatpersonen
reanimiert. Im Mini-Cooper eine eingeklemmte, leblose Person. Im Audi drei verletze
Personen, ebenfalls eingeschlossen.
Der gleichzeitig mit dem MTW eingetroffene Rettungsdienst/ Notarzt übernahm die
Reanimation und kümmerte sich gemeinsam mit den Besatzungen der nach und nach
eingetroffenen Feuerwehrfahrzeuge um die weiteren verletzen Personen.
Die Maßnahmen der Feuerwehr welche mit MTW, VRW, RW 2 sowie LF20 angerückt
waren:
Nach Absprache mit dem leitenden Notarzt wurde als Erstes, mittels hydraulischem
Rettungsgerät, die eingeklemmte Person aus dem Mini-Cooper befreit. Leider konnte der
Notarzt hier nur noch den Tod der Person feststellen. Kurze Zeit später wurde auch die
Reanimation der am Boden liegenden Person, nachdem nur noch der Tod festgestellt werden
konnte, erfolglos eingestellt.
Zwei Personen, welche sich noch im Audi befanden, wurden, nach der Stabilisierung durch
den Rettungsdienst, ebenfalls mittels hydraulischem Rettungsgerät befreit und dem
Rettungsdienst übergeben. Ein Verletzter aus dem Audi wurde mit dem zwischenzeitlich
eingetroffenen Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Ludwigsburg geflogen, die anderen
Verletzten mit Rettungswagen in die Tübinger Kliniken.
Für die Einsatzkräfte vor Ort war es kein einfacher Einsatz. Ein Einsatz, an dem bei zwei
junge Personen letztendlich nur noch der Tod festgestellt werden konnte, und vier weitere
Personen, teils mit schwersten Verletzungen, aus den Fahrzeugen befreit werden mussten
Die neun (!) eingesetzten Fahrzeuge der Feuerwehr Rottenburg-Mitte:

  • MTW 1/19-1 als Führungsfahrzeug
  • Vorausrüstwagen VRW 1/50
  • Rüstwagen RW2 1/52
  • Löschgruppenfahrzeug 1/44
  • Tanklöschfahrzeug 1/23
  • Einsatzleiter Rottenburg 2 mit 1/10

Zur Unterstützung der Polizei für die großflächige Straßensperren / Verkehrsumleitungen

MTW 1/19-2
Mehrzweckfahrzeug MZF 1/72
Einsatzleitwagen Mercedes ELW 1/10
Die Landesstraße L361 zwischen Rottenburg und Seebronn entwickelte sich im Laufe der
Jahre zu einer Strecke mit vielen, oft auch tödlichen Unfällen. Auf Grund des enormen
Verkehrsaufkommen auf dieser Strecke sind diese Unfallserien fast nicht zu stoppen. Auch
nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Km/h konnte dieser Entwicklung entgegen
wirken.
Bericht: Theo Sattler Stv. Abteilungskommandant Schriftführer / Wolfgang Frank
Fotos: Wolfgang Frank