Verkehrsunfall, LKW Fahrer eingeklemmt >> Einsatzbericht

Datum: 26. Februar 2015 
Alarmzeit: 14:57 Uhr 
Alarmierungsart: 18410, Schleife 18411 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: BAB A81 > Stgt. 
Fahrzeuge: 1/19-1, 1/50, 1/52 
Weitere Kräfte: Ergenzingen, Herrenberg 


Einsatzbericht:

Ein Schwerstverletzter auf der A81 nach Lastwagenunfall

Am Donnerstag den 26.02.2015 gegen 14 Uhr 50 ereignete sich auf der A81 in Fahrtrichtung Stuttgart, kurz nach dem Rastplatz Geyern ein Auffahrunfall mit zwei LKW`s.

Um 14 Uhr 56 alarmierte die integrierte Leitstelle Tübingen die Abteilungen Ergenzingen und Stadtmitte der Feuerwehr Rottenburg. Stichwort: Alarm, Verkehrsunfall auf A81, LKW-Fahrer eingeklemmt. Entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung der Feuerwehr Rottenburg rückten bei der Abteilung Ergenzingen 2 Löschfahrzeuge aus, die Abteilung Stadtmitte fuhr mit Vorausrüstwagen und Rüstwagen an.
Die Anfahrt war schwierig, da sich bereits ein langer Rückstau auf der Autobahn gebildet hatte und die Rettungsgasse nicht immer in ausreichender Breite vorhanden war. Zusätzlich hatte sich auf Höhe des Rastplatzes Geyern ein weiterer Unfall ereignet, hier waren sämtliche Fahrspuren blockiert. Die Fahrzeuge mussten die Unfallstelle auf dem Grünstreifen umfahren.
An der eigentlichen Unfallstelle wurde dann folgende Lage angetroffen:
Ein Sattelzug, vollbeladen mit Metallteilen, musste in Folge eines Rückstaus abbremsen. Ein nachfolgender Lastwagen, beladen mit Lebensmitteln, konnte nicht mehr bremsen und krachte in den Auflieger des Sattelzuges. In Folge des heftigen Aufpralles stellte sich der Auflieger leicht quer zur Fahrbahn. Der Fahrer des Lastwagens wurde in seiner Fahrerkabine eingeklemmt.
Die Kräfte der Feuerwehr unterstützten auf der Beifahrerseite den Rettungsdienst bei der Versorgung des Fahrers, auf der Fahrerseite wurde die stark eingedrückte Fahrzeugfront Stück um Stück zurückgebogen. Mit der Seilwinde des Rüstwagens wurde versucht den Lastwagen zurückzuziehen, nachdem der Rüstwagen wegrutschte wurde hier ein Löschfahrzeug hinten angehängt, allerdings reichte die Zugkraft der Seilwinde nicht aus um den Lastwagen zu bewegen, da hier bereits alle Bremsen zu waren. Um den Sattelzug nach vorne wegzuziehen wurde ein weiterer Rüstzug von der Feuerwehr Herrenberg angefordert, Dieser fuhr gegen die Fahrtrichtung bis zur Unfallstelle.
Auf der Gegenfahrbahn hatte sich mittlerweile ein Rückstau gebildet, in Diesem stand ein Kranwagen samt Begleitfahrzeug. In Absprache mit der Polizei wurde die Gegenfahrbahn gesperrt und der Kranwagen an die Mittelleitplanke geführt.
Der eingetroffene Rüstwagen der Feuerwehr Herrenberg hatte, unterstützt durch ein Tanklöschfahrzeug, seine Seilwinde an der Zugmaschine des Sattelzuges angeschlagen und nach Absprache der eingesetzten Kräfte zu ziehen begonnen. Dadurch konnte der Sattelzug ca. 1m nach vorne weggezogen werden. Der entstandene Freiraum konnte genutzt werden um die Fahrerkabine weiter zu öffnen. Anschließend konnte dann, unter Anweisung des Rettungsdienstes, der Fahrer befreit werden.
Meldung an Leitstelle um 16 Uhr 25: Person befreit und an Rettungsdienst übergeben.
Der Autokran konnte seine Fahrt fortsetzen. An der Unfallstelle fanden umfangreiche Aufräumarbeiten statt, Ziel war es eine Fahrspur frei zu bekommen, so dass der Stau aufgelöst werden konnte.
Der Fahrer wurde mit schwersten Verletzungen vom Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Für das weitere Aufräumen und umladen der Ladungen wurde das THW hinzugezogen. Die Bergung der Fahrzeuge übernahm eine Spezialfirma.
Um 17 Uhr 38 wurde die Unfallstelle an die Polizei übergeben und die Feuerwehr rückte ab.
Die Feuerwehren Rottenburg, Ergenzingen und Herrenberg waren mit zehn Fahrzeugen und insgesamt 33 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz.

Bericht: Thomas Leber
Fotos: Armin Schiebel, Stephanie Friedrichson