Geschichte

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Geschichte

  • 1823 Eine Rottenburger “Feuer-Polizei-Ordnung” wird erlassen
  • 1850 Erneuerte “Feuerlösch-Ordnung”
  • 1851/1852 Gründung eines “Pompier-Corps” (Feuerlöschmannschaft) in Rottenburg, nach dem Vorbild anderer württembergischer Städte.
  • 1852 Der Gemeinderat genehmigt am 21.Mai die Statuten des “Rottenburger Pompier-Corps”. Im Juli umfasst die Gruppe 59 Mitglieder.
  • 1852 Am 23.Oktober erhält das Corps seine erste Fahne. Der Wahlspruch darauf lautet “Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr”.
  • 1853 Seit diesem Jahr finden in Württemberg regelmäßige Feuerwehrversammlungen statt, die zu nützlichem Erfahrungsaustausch führen.
  • 1856 Anschaffung eines Gerätewagens.
  • 1861 Beim Brand der Pfeiferschen Mühle (beim heutigen Schlachthaus) am 21.Juni erhält das Rottenburger Corps eine öffentliche Belobigung im württembergischen Staatsanzeiger für die Brandlöschung.
  • 1863 Zusammenschluss der Feuerwehren zum Württembergischen Landesfeuerwehrverband
  • 1864 Das Pompier-Corps erhält seine erste Uniform
  • 1868 Gründung einer “Centralkasse” für die Förderung des Feuerlöschwesens in Württemberg.
  • 1871 Im Rahmen der Feuerwehr gründet sich am 16.April ein Musikzug. Aus diesem Musikzug erwächst in den 1930er Jahren die heutige Stadtkapelle.
  • 1871 Der Chirurg Carl Lohmüller wird zum Corpsarzt bestellt.
  • 1876 Das 25-jährige Feuerwehrjubiläum wird festlich am 24. bis 26. Juni begannen.
  • 1885 Zusammenführung des Pompier-Corps und der Pflichtfeuerwehr, die bis dahin noch getrennt existiert hatten, in ein gemischtes Corps. Damit besteht die Feuerwehr in Rottenburg aus einer freiwilligen Abteilung, einer Pflichtfeuerwehr und der Wachmannschaft (Bürgerwache). Am 7.Juni wird eine “Landesfeuerlöschordnung” erlassen.
  • 1887 Brand im Altbau des Landesgefängnisses am 21.Juni.
  • 1887 Für das Oberamt Rottenburg wird am 23.Juli eine Bezirksfeuerlöschordnung erlassen, welche u.a. die überörtliche Brandhilfe regelt.
  • 1888 Brand in der Klause, damals ein Frauenarbeitshaus, am 11.Oktober. Es gelingt der Feuerwehr, die Klausenkirche zu retten.
  • 1891 Jahr der Brände: Sieben gefährliche Großbrände halten das Jahr über die Feuerwehr in Atem.
  • 1892 Die Inbetriebnahme der Wasserleitung vom Rommelstal bei Obernau nach Rottenburg ermöglicht die Einrichtung von 179 Hydranten im Straßennetz. Mit einem “Wasserfest” am 28.August erfolgt die Übergabe dieses neuen “Wasserwerks”. Gleichzeitig feiert die Feuerwehr (ein Jahr verspätet) ihr 40-jähriges Jubiläum.
  • 1893 Die Stadtverwaltung zahlt der Feuerwehr von nun an jährlich einen regelmäßigen Zuschuß.
  • 1894 Der Gemeinderat beschließt am 13.April die Aufhebung der Pflichtfeuerwehr, da die freiwillige Feuerwehr als hinreichend angesehen wird. Dafür beschließt er am 4.Juli die Einführung einer Feuerwehrabgabe für die männlichen Einwohner zwischen 25 und 40 Jahren.
  • 1894 Neue “Lokal-Feuerlösch-Ordnung der Gemeinde Rottenburg”, jetziger Name der Einrichtung: “Freiwillige Feuerwehr”.
  • 1896 Als weitere Abteilung wird eine Sanitätsabteilung gegründet.
  • 1900/1901 Die Erhöhung der Feuerwehrabgabe und die Verlängerung der Abgabepflicht vom 40. auf das 45. Lebensjahr führt zu Protesten in der Bevölkerung, u.a. wird eine Petition mit 233 Unterschriften eingereicht. Daraufhin nimmt der Gemeinderat die Erhöhung wieder zurück. Dennoch treten, um der Abgabepflicht zu entgehen, ca. 140 junge Männer der Feuerwehr bei.
  • 1901 Die Feuerwehr feiert am 22./23.Juni ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest und der Weihe einer zweiten Fahne. Fünfzig Feuerwehrdelegationen nehmen teil. Rechts: Feuerwehrübung 1899 an der Zehntscheuer, dem damaligen Gerätehaus
  • 1902 Der Gemeinderat nimmt auch die Erhöhung der Feuerwehrabgabe von 1900 zurück.
  • 1905 Neueinteilung der Wehr durch Kommandant Karl Dupper: Nun gibt es wieder einen Stab mit drei Kompanien. Die noch stehenden Gebäude des ehemaligen Kapuzienerklosters (heutiger Standort des evangelischen Gemeindehauses Hagenwörth) brennen am 2.September ab.
  • 1911 Am 26.August wird das 60. Stiftungsfest in der Turn- und Festhalle abgehalten, zum Bankett erscheinen zahlreiche Gäste aus dem Bezirk.
  • 1913 Neue Feuerwehr-Statuten werden erlassen, die aber nur geringfügig von denen im Jahr 1894 abweichen.
  • 1914-1918 Während des Ersten Weltkrieges werden viele Feuerwehrmänner zum Militär einberufen. Neun von ihnen kehren nicht zurück.
  • 1919 Kommandant Karl Dupper tritt von seinem Amt zurück und wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
  • 1921 Fünfzig Jahre Feuerwehrkapelle werden festlich begannen. Gleichzeitig wird Moritz Bengel für 25 Jahre Dirigententätigkeit in der Feuerwehrkapelle geehrt.
  • 1926 Und wieder ein Jubiläum: 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr sind es diesmal, am 31. Juli.
  • 1927 Einrichtung einer Weckerlinie, einer elektrisch betriebenen Alarmeinrichtung. Die Zentrale befindet sich im Rathaus. Im Februar verstirbt Musikdirektor und Dirigent Moritz Bengel. Feuerwehrkommandant August Glöggler stirbt im Juli.
  • 1930 Brandkatastrophe am Ehinger Platz am 20.Dezember: Drei Scheuern und ein Wohnhaus brennen ab, die Tübinger Feuerwehr leistet Überlandhilfe. 
  • 1933 Die Feuerwehr erhält ein erstes motorisiertes Feuerlöschfahrzeug.
  • 1934 Einführung der Einheitsfeuerwehr. Dies bedingt auch den sogenannten “Einheitsfeuerwehrmann”, wodurch alle Mitglieder theoretisch in allen Sparten der Brandbekämpfung ausgebildet werden.
  • 1936 Umbenennung der Feuerwehren in “Feuerpolizei”, zugleich Neugliederung der Rottenburger Wehr.
  • 1938 Erneute Umgliederung der Feuerwehr in “Löschzug I” und “Löschzug II”
  • 1938 Anschaffung einer tragbaren Kleinmotorspritze.
  • 1939-1945 Im Zweiten Weltkrieg werden erneut zahllose Feuerwehrmänner zum Militär einberufen, viele fallen. Allein in Rottenburg stehen 23 Einsätze an. Die Rottenburger Feuerwehr muss u.a. Überlandhilfe leisten, etwa zur Räumung von Bombenschäden in Stuttgart.
  • 1945 Wiederaufbau der Wehr unter Kommandant Alfons Heilig. Rasch ist wieder eine Mannschaftsstärke von 40 Mann erreicht
  • 1949 Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs (Typ LF 15 Magirus).
  • 1951 Die Feuerwehr Rottenburg feiert am 30.Juni/1.Juli ihr 100-jähriges Jubiläum und hält zugleich den 2. Kreisfeuerwehrtag ab.
  • 1952 Die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges garantiert, dass in den ersten (oft entscheidenden) Minuten der Brandbekämpfung stets genug Wasser vorhanden ist.
  • 1955 Beim Hochwasser am 12./13.Januar leistet die Feuerwehr u.a. Menschenrettungshilfe mit dem Ruderboot. Beim größten Brand seit 25 Jahren beim Pulverturm werden zwei Wohngebäude und eine Scheuer vernichtet.
  • 1958 Brand in der Marktstrasse am 25. Januar: Der Brand unterbricht die Weckerlinie, so dass die Feuerwehr durch Sturmgeläute der Domglocken alarmiert werden muss
  • 1960 Die Erneuerung der Weckerlinie gewährleistet auch bei Drahtbruch einen störungsfreien Alarm.
  • 1961 Neuer Kommandant wird Franz Höschle
  • 1962 Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges LF 16 TS.
  • 1965 Am 14. Juni kommt es zu einem Großbrand auf dem Marktplatz während eines Jahrmarktes.
  • 1966 Anschaffung eines Ölschadenanhängers.
  • 1969 Die Feuerwehr beschafft sich aus Ulm eine Drehleiter mit 30 Metern Leiterlänge.
  • 1970 Erstmals werden zwei Sprechfunkgeräte angeschafft, weitere folgen.
  • 1971 In der Gemeindereform ist geplant, auch die Wehren der eingemeindeten Ortschaften zu einer Gesamtwehr zusammenzuschließen (vgl. 1977).
  • 1975 Kommandantenwechsel: Neuer Kommandant wird Heinz Bolz
  • 1976 Das 125-jährige Jubiläum der Feuerwehr Rottenburg wird mit einem Fest in und um die Festhalle begannen.
  • 1977 Infolge der Gemeindereform wird die Gesamtwehr Rottenburgs, Kernstadt und Ortsteile, mit Satzung geschaffen. Der bisherige Kommandant wird nun “Abteilungsführer” der “Abteilung Stadtmitte”.
  • 1977 Erstmals im Ausland: Die Feuerwehr Rottenburg beteiligt sich am 2. Internationalen Feuerwehrtreffen in Krumpendorf am Wörthersee.
  • 1980 Die Einweihung des Rettungszentrums in der Sülchenstrasse bedeutet ein Ende der chronischen Raumnot der Feuerwehr.
  • 1982 Durch die Modernisierung des Alarmierungssystems (v.a. durch Funkmeldeempfänger) können die öffentlichen Feuermelder in der Stadt abgeschafft werden, damit auch die Weckerlinie.
  • 1985 Kommandantenwechsel: Manfred Trapp folgt auf Heinz Bolz.
  • 1987 Die (erste) Feuerwehrfahne von 1852 wird am 4.Mai nach ihrer Restaurierung im Dom neu eingeweiht.
  • 1988 Die Jugendfeuerwehr Stadtmitte gründet sich im Januar mit zunächst sieben Mitgliedern. Die (zweite) Feuerwehrfahne von 1901 wird nach ihrer Restaurierung am 5.Mai in Weingarten geweiht. Karl-Heinz Scheck wird Rottenburger Stadtjugendfeuerwehrwart.
  • 1991 Der 22.Kreisfeuerwehrtag wird im Juni in Rottenburg abgehalten, gleichzeitig feiert die Feuerwehr Abteilung Stadtmitte ihr 140-jähriges Jubiläum. Anschaffung einer neuen Drehleiter DLK 23-12 n.B. (Niederbauart mit Korb).
  • 1993 Debüt der Schalmeien-Brandschutzband der Feuerwehr bei der Fasnet.
  • 1993 Ein Brandstifter legt insgesamt fünfmal Feuer, so auch am 25.Mai in der Klause, deren Dachstuhl ausbrennt.
  • 1994 Hilfe beim Hochwasser in Bad Niedernau, Obernau und Bieringen im Mai. Neckarhöchststand: 3,90 m.
  • 1994 Der Europäische Gerichtshof entscheidet im Juli, dass die Feuerwehrabgabe gegen den Grundsatz der Gleichberechtigung von Mann und Frau verstößt. Damit ist die Feuerwehrabgabe gefährdet, die auch Rottenburg von Einwohnern zwischen 18 und 50 Jahren verlangt. (Ob auch Frauen dienstpflichtig sein können, müssen deutsche Gerichte noch entscheiden.)
  • 1994 Der Gemeinderat votiert im Dezember für Beibehaltung einer Feuerwehrabgabe, nun auch für Frauen.
  • 1995 Die Stadt denkt über Einsparungen bei der Feuerwehr nach (bislang eine Stützpunktwehr und 17 Stadtteilwehren), was für Unruhe sorgt. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe kippt im März die Feuerwehrabgabe, wodurch auf die Städte und Gemeinden eine Finanzlücke zukommt.
  • 1999 Die überarbeitete “Feuerwehrkonzeption 1998-2007” erhält die Führungsstrukturen mit Stadtbrandmeister und 18 Abteilungskommandanten und wird im Gemeinderat im März abgesegnet.
  • 1999 Rücktritt von Stadtjugendfeuerwehrwart Markus Nufer im Oktober. Im April 2000 wird Bernhard Schick zu seinem Nachfolger ernannt.
  • 2000 Eine im Dezember 1999 erlassene Feuerwehr-Entschädigungssatzung erhöht die Grundentschädigung für jede Einsatzstunde von 14 auf 18 DM und regelt den Kostenersatz.
  • 2000 Die Rottenburger Feuerwehr erhält im November einen neuen Vorausrüstwagen VRW.
  • 2003 Anschaffung eines neuen RW2.
  • 2004 Die Feuerwehr Rottenburg-Stadtmitte ersetzt ihr altes Tanklöschfahrzeug durch ein Vorführfahrzeug  TLF 16/25.